Ich habe ja am 29.03.11 angefangen. Morgens erst mal anmelden, Formulare ausfuehllen usw. Nachmittags habe ich ja im Regen die Gibbons gefuettert. Schwere Koerbe mit Mangos und Guave geschleppt, gewaschen, geschnippelt, abgezaehlt, verteilt. Der Weg ist holprig und ein bisschen unwegsam. Es hat wie aus Eimern geschuettet und ich war trotz
Regencape bis auf die Unterhose nass. Gesehen hab ich auch nicht richtig, hab naemlich keine Scheibenwischer an der Brille.
Am 30.03.11 morgens wieder um 6.30 Uhr los... das gleiche wie am Tag zuvor. Mehr brauchte ich nicht machen, weil es so regnete, dass die Erde aufgeweicht ist und Sturzgefahr eines grossen Baumes bestand. Na ja, dachte ich, ist ja gar nicht so viel Arbeit... aber ich wurde eines Bessern belehrt!
Heute 31.03.11, wieder um 6.30 Uhr los, Gemuese waschen etc. und alles dokumentieren, wie viel Stuecke und so. Um 8 Uhr erstmal Fruehstueck. Um 9 Uhr gings dann richtig los! Alle Kaefige reinigen, d.h. mit einem Schaber unterdem Kaefig alle Essenreste, Blaetter und Gagga zusammen schaufeln und in einem Eimer sammeln. Dann mit Wasser den Kaefig abspritzen und den Boden auch. Zwischen durch den Eimer zum Kompost hiefen. Wir waren zu viert und es war echt anstrengend. Ich durfte dann noch den Healthcheck machen, d. h. Gibbons beobachten - Fell, Augen, Beine, Wunden, Benehmen - ob alles in Ordnung ist. Bei den weiblichen Gibbons muss ich die Weite der Vagina nach einer Skala beurteilen. So wird geprueft ob der Zyklus stimmt. Dann noch alle Essennaepfe und Wasserbehaelter einsammeln und desinfezieren. Um 12.30 waren wir fertig, normalerweise ist Mittagspause von 12.00 bis 12.50 Uhr (fahren sonst zurueck ins Office um dort in der Kueche zu essen, haben dann vor Ort gegessen) Weiter dann um 13 Uhr mit Obst waschen etc. letzte Malzeit. Arbeitsende 14.00 Uhr.
Das schreit nach Dusche! Obwohl es anstrengend ist, macht es wirklich Spass! Die Leute sind super nett und es ist einfach schoen in der Natur zu sein. Roch versucht mir alles gut zu erklaeren, aber es ist schwer fuer mich zu verstehen. Er ist sehr geduldig und sagt, er war frueher nicht der Betreuer der Volunteere und es ist auch fuer in schwer Englisch zu sprechen. Aber wir kommen gut klar. Heute musste ich 5 mal fragen, weil ich Group C nicht verstanden habe. Es hoerte sich fuer mich wie - Gupsi - an. Oh man, das tat mir voll leid. Aber am Ende war Roch ganz gluecklich und meinte wir hatten heute eine gute Konversation. Dann war ich auch gluecklich!
Das ist uebrigens die Arbeit im Rehab (Rehabilitation - 2 Stufe). Kaefige in verschiedenen Groessen auf verschiedenen Hoehen. Je hoeher, desto naeher der Auswilderung.
Stufe 1 ist Quarantene - d.h. Bluttest und medz. Versorgung nach Ankunft
Stufe 3 ist Forest - d.h. Beobachtung der Auswilderung und teilweise noch Fuetterung
Dann gibt es noch die Arbeit im Education Center - d.h. es gibt einen Stand mit Infos und Spenden. Hier wird den Gaesten erklaert, wenn sie moechten, wie die Auswilderung funktioniert und super ist es, wenn sie was kaufen und\oder spenden.
Dann gibt es noch die Arbeit im Office. Datenblaetter im Compi uebertragen und keine Ahnung was noch.
Besondere Fotos habe ich noch nicht gemacht. Folgen auf jeden Fall!
Wer sich interessiert, kann noch hier mehr erfahren: http://www.gibbonproject.org
Browser zu alt.. kann keine Bilder laden.. hab keine Lust mehr.. mache ich morgen.
bis bald
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